Samstag, 20. September 2014

Der Werk- und Frästisch - Das Zentrum in der Werkstatt (Teil 3)





In dem dritten Teil meines Berichtes zeige ich wie ich weitere Verbesserungen an meinem Werktisch vorgenommen habe.








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Der Stauraum unterhalb der Arbeitsfläche sollte zum abstellen größerer Maschinen dienen die in sonst keinen Schrank bei mir passen.
Aber bereits nach kurzer Zeit störte mich, dass die Geräte unter der gelochten Arbeitsplatte doch sehr einstaubten und verschmutzten.

So habe ich mich dann dazu entschlossen, den Bereich durch einen Schrank zu umbauen. Unterhalb des Fräsbereiches konnte ich den Schrank nicht in gleicher Höhe bauen da ich noch ausreichend Platz benötige um den Fräsmotor ein bzw auszubauen. Um aber den Freiraum nicht ungenutzt zu lassen, habe ich dort eine große Schublade hineingebaut in der ich jetzt Zubehörteile für den Frästisch aufbewahre.


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Konstruktion und Bau:

Die Seitenwände habe ich zwischen die Tischbeine gesetzt. Um diese zu befestigen, habe ich zuvor Leisen an den Tischbeinen befestigt.







Die rechte Wand habe ich mittels Fachdübel am Boden und in der Rückwand verbunden und...











...anschließend verleimt.
Der Platz zwischen Schrankteil und unterkante Rahmen habe ich frei gelassen um anfallenden Staub und Späne entfernen zu können.












Die Seitenwände bestehen nur aus 12mm Birke Multiplex. Um den Deckel zu befestigen, habe ich ebenfalls wieder Leisten angebracht. Diese habe ich, wie auf dem Bild zu sehen ist vorgebohrt, um die Deckelplatte dann von unten festzuschrauben.












Nachdem die Türen angebracht wurden, konnte der Schrank dann mit den Maschinen eingeräumt werden.















Um den Schubkasten herum musste erst ein Korpus gebaut werden damit das Ganze dann auch geschlossen ist. Dazu habe ich dann zwei Seitenteile und einen Deckel angebracht und ebenfalls mit Flachdübelen verleimt.






In der Schublade befinden sich jetzt Vorrichtungen und Schutzhauben für arbeiten am Frästisch.
Auf dem Korpusdeckel ist ausreichend Platz um den Winkelanschlag darauf aufzubewahren.






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Höhenverstellbare Werkstückablage:

Eine weitere deutliche Verbesserung ist eine in der Höhe verstellbare Auflagemöglichkeit die es mir ermöglicht, Werkstücke hochkant an der Seite des Tisches aufzustellen um sie anschließend festzuspannen zu können.

Dazu habe ich an der langen Seite des Werktisches jeweils an den Tischbeinen zwei senkrechte T-Nut Schienen angebracht. Ein langes Multiplex Brett, welches als Ablage dient, ist mittels Schrauben und Knebelmuttern an den T-Nut Schienen befestigt und kann so problemlos in jeder beliebigen Höhe eingestellt werden. Sollte es nicht gebraucht werden, kann es ganz nach oben geschoben werden sodass es nicht stört.




Vorher hatte  man immer das Problem, dass man möglichst eine dritte Hand brauchte um das Werkstück mit Zwingen befestigen zu können. Jetzt kann es einfach abgestellt werden und man kann bequem die Zwingen anbringen.





Auch sehr lange Werkstücke, wie hier z.B. ein Seitenteil von einem Regal (ca. 2,4m) können so ohne Probleme eingespannt werden. 

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In einem weiteren Baubericht beschreibe ich den Bau
einer Tischverbreiterung für den Werktisch.

>>>Klick<<<





Diese und andere Anleitungen aus Fairness bitte nur für private Zwecke verwenden!
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© HolzwurmTom 2016






Kommentare:

  1. Wieder eine gelungene Erweiterung deines "Multifunktionstisches". Gut umgesetzt.

    Gruß Patrick

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  2. Viele top Ideen. Vorallem die Lösung um große Werkstücke hochkant zu spannen ist absolut top!.
    Das Einzige was eventuell noch fehlt sind Laufrollen damit das Ganze auch Mobil ist:>
    Industrierollen gibt es ja in fast beliebiger Laststärke.

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  3. Hallo Inyri,
    auf Rollen habe ich bewusst verzichtet da der Werktisch so m.M.n stabiler steht. Sollte es aber mal nötig sein, kann die Werkbank auch so verschoben werden.

    Gruß
    Thomas

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  4. Alles klar:>
    Hab selber zwar genug Platz aber verteilt auf mehrere Räume deswegen achte ich immer auf sowas:>
    Ansonsten, solange man gute Rollen nimmt die alle über eine Bremse verfügen ist die Stabilität quasi identisch. Wenn von Hand gehobelt wird und richtig Kraft übertragen wird sollte man allerdings 6 Rollen haben, dann steht aber selbst so ein Tisch bombemfest.

    Ach übrigens die Festool Knebelgriffe sind ne super Idee, hatte ich mir auch schon Überlegt. Im Baumarkt findet man sogut wie keine brauchbaren und für Festool sind die Griffe mit 4-5€ sogar noch günstig:>

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  5. Hallo,
    ich finde den Tisch insgesamt sehr gelungen, wirklich top!
    Eine Frage: Wie verhinderst du, dass die Tauchsäge in die Tischplatte reinsägt (so wie das bei Festool ja gedacht ist)? Mit den Bench-Cookies? Funktioniert das?

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    1. Hallo Matthias,
      wenn ich auf dem Tisch säge, lege ich meist Lattenstücke oder auch mal die Bench Cookies unter. Ich säge nie direkt auf dem Tisch!
      Bei dem Festool MFT ist ja eine grundlegende Funktion, dass die Löcher absolut exakt zueinander sind und so die Schnittlinie im Winkel ausgerichtet werden kann. Dies geht bei mir nicht, da meine löcher von Hand gebohrt wurden und so leider nicht "genau genug" sind. Meine Löcher dienen nur zum spannen.
      Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten.

      Gruß
      Thomas

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    2. Konntest du, Vielen Dank! :)

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  6. Hallo Matthias,

    bin auch gerade dabei eine Werkbank zu planen und deine Umsetzung gefällt mir bisher am besten. Ist die Konstruktion denn zum Hobeln ausreichend schwer oder würdest du empfehlen sie an einer Wand zusätzlich zu befestigen?

    Gruß
    Ole

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  7. Hallo Ole,
    ich denke Deine Frage war an mich gestellt, nicht an Matthias...
    Also der Tisch ist wirklich sehr schwer und ist mir bei der Arbeit noch nicht verrückt, trotz das er auf glatten Fliesen steht. Ich kann ihn aber wenn nötig hin und her schieben. Ich habe noch nicht daran gehobelt aber ich könnte mir vorstellen, dass er sich dann man verschiebt wenn es ein bisschen harkt. Eine einfache Lösung wäre unter die Füße "Anti Rusch Gummis" aus der Ladungssicherung unterzulegen, die sind fast wie Dübel ;-) Habe ich bei unserem Esstisch gemacht und der steht seitdem sehr stabil.

    Viele Grüße
    Thomas

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    1. Hallo Thomas,

      hab vielen Dank für die Antwort und sorry für die falsche Anrede. Werde mal schauen, wo man sowas bekommen kann. Kompliment noch zu deiner Werkbank, die ist wirklich clever konstruiert und schön umgesetzt.

      Viele Grüße
      Ole

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  8. Hallo, der Arbeitstisch gefällt mir sehr gut.

    Besteht eventuell die Möglichkeit die exakten Massen irgendwo her zu bekommen?

    Vielen Dank,

    Eddy

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    1. Hallo,
      es freut mich das Dir der Tisch gefällt. Zu den Maßen, ich habe den ganzen Tisch nicht aufgemessen oder vorher einen genauen Plan erstellt. Die Grundmaße sind 1200x800x900.
      Wie groß letztendlich die Zarge oder sonstige Teile sind, ergibt sich eigentlich beim bauen und variiert je na dem welche Materialien man verwendet. Solltest Du spezielle Fragen haben, helfe ich Dir gerne weiter!

      Gruß
      Thomas

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    2. Vielen Dank Thomas für die schnelle und nette Antwort.

      Werde in den nächsten Wochen versuchen einen Tisch zu bauen, wobei die hier aufgeführten Tipps mir bestimmt sehr hilfreich sein werden.

      Sollten Fragen auftauchen, komme ich sehr gerne auf dein Angebot zurück.

      Gruss aus Luxembourg,

      Eddy

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  9. Hallo Tom,

    sehr gelungen.
    Eine Frage zu MDF als Frästischoberfläche. Bist Du zufrieden mit der 'Gleitfähigkeit' der Werkstücke auf dem Tisch, wenn sie am Fräser geführt werden?
    Evtl wäre eine Alternative Foliengrundiertes MDF?

    Viele Grüße
    Rudi

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    1. Hallo,
      ich habe die MDF geschliffen und durch das Schieben der Werkstücke wird die Oberfläche noch glatter. Ich bin eigentlich zufrieden wie es ist. Eine gute Alternative wäre da noch eine Siebdruckplatte, diese sind dann aber sehr glatt. Für mich als Werktisch zu glatt!

      Gruß
      Thomas

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  10. Hallo Tom!
    Erst mal danke für die tolle Beschreibung!
    Ich bin (hochmotiviereter) Anfänger was solch relativ große und aufwändige Projekte angeht.Darum habe ich eine Frage: Wie bzw. woran hast du die Türen des Unterschrankes innen befestigt? Hast du dort Ausgleichsleisten angebracht? Weil an den Füßen ist doch zu wenig Platz für dias Scharniere, oder? Man erkannt es auf den Fotos nicht deutlich.
    Danke,
    Stefan

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    1. Hallo Stefan,
      das der Platz für die Topfbänder am Tischbein zu gering ist hast du richtig erkannt!
      Ich habe für die linke Tür eine 18mm Birke MPX Leiste von 60mm Breite angeschraubt. So konnte ich die Kreuzplatten befestigen und die Tür schlägt gegen die Leiste wie bei einer Seitenwand.
      Auf dem einen Bild oben, wo man den geöffneten Schrank sieht, kann man es erkennen wenn man es etwas vergrößert.
      Sollten noch fragen offen sein, melde Dich einfach nochmal. Viel Spass beim bauen!

      Viele Grüße
      Thomas

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  11. Hallo Tom erstmal großes Lob für dein Kunstwerk. Sag mal könntest du nochmal mir das mit den T Nutschienen erläutern kann mir das nicht vorstellen das das alles auch hält. Lg

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    1. Hallo
      Im Grunde ist es ganz einfach. Die T-Nut Schienen sind am Tisch angeschraubt. In den Schienen befinden sich jeweils eine M8er Mutter welche in der Schiene hin und hergeschoben werden kann. Das waagerechte Holz welches als Auflage dient, wird mit den Knebelschrauben in den Muttern festgeschraubt und klemmt das Querholz fest, kann aber verschoben werden wenn die Knebelschraube etwas gelöst wird. Durch die Klemmung ist das Querholz wirklich sehr fest und verrutscht nicht.

      Falls noch Fragen offen sind, einfach nochmal schreiben.

      Viele Grüße
      Thomas

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    2. Sorry, hab es gerade verwechselt. In der T-Nut Schiene ist eine Schraube, im Knauf eine Mutter. Also genau anders herum. Das Prinzip ist aber das gleiche.

      Gruß
      Thomas

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  12. hättest du von der Schiene und der Schraube genauere Fotos ? bzw. Querschnitte ? lg

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    1. Hallo,
      hier ist ein Link direkt zu der T-Nut Schiene:
      https://www.sautershop.de/fraestisch-selber-bauen/aluminium-brprofilschiene/

      Viele Grüße
      Thomas

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  13. Hallo nochmal!
    Die Werkbank selbst hab ich jetzt fertig. Sieht bei mir natürlich nicht ganz so sauber aus wie bei dir, aber für mein erstes Projekt nicht so schlecht finde ich.
    Eine Frage zu dem Unterschrank und der Lade. Ist der Deckel vom Schrank auch 12er Multi? Und in welcher Stärke hast du den Ladenkorpus und die Lade selbst gemacht? Ich hätte an 18er Multiplex gedacht...
    Danke für deine Hilfe!
    Stefan

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    1. Hallo,
      es ist wichtig, dass man selbst mit dem Ergebnis zufrieden ist und man Spass daran hat! Selbst wenn hier und da kleinere Punkte sind, die besser hätten sein können. Das ist doch nicht schlimm :-)

      Mein Unterschrank ist überwiegend aus 18mm Multiplex gebaut, lediglich das Seitenteil und die Rückwand hatte ich aus 12er Platten gemacht. Ansonsten ist alles 18mm. Es würde m.M.n. auch 15mm ausreichen, ausser vielleicht beim Deckel.

      Viele Grüße und weiterhin viel Freude

      Thomas

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  14. Servus Tom!

    Dein Frästisch/Werkbank gefällt mir sehr gut !
    Mich würde interessieren wo du deinen Sicherheitsschalter bezogen hast und was der gekostet hat?

    mfg Bernhard

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    1. Hallo Bernhard,
      den Sicherheitsschalter hatte ich mal bei EBay günstig ersteigert. Er ist von Westfalia, dort bekommt man ebenfalls welche aber mit etwas anderer Bauart. (Zwei Druckknöpfe)

      Gruß
      Thomas

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  15. Ein wirklich tolles Projekt. Es ist immer wieder faszinierend, was man aus Holz alles herstellen kann.

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  16. Guten Abend,

    der Tisch gefällt mir sehr gut. Welches Raster bzw. Durchmesser haben die Löcher der Tischplatte ?

    Liebe Grüße
    Bernhard

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  17. Hallo Bernhard,
    der Lochabstand beträgt 80mm, die erste Reihe hat einen Abstand von 40mm zu Mitte Bohrung.
    Der Durchmesser der Löcher ist mit 20mm gewählt.

    Viele Grüße
    Thomas

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